Bastian Sistig studierte Philosophie und Theaterregie in Berlin und Frankfurt am Main als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Er arbeitete als Regisseur, Autor und im Kollektiv an und in Theatern und Ausstellungskontexten in Wien, Graz, Frankfurt am Main, Hamburg, Leipzig, Berlin, Essen, Mainz und Darmstadt. Seine Arbeiten entstehen recherchebasiert gemeinsam mit Schauspieler*Innen, Performer*Innen, Tänzer*Innen & Expert*Innen auf Basis von konzeptionellen oder motivischen Setzungen. Ob die Theatralität des Träumens, die Qualitäten des Erinnerns, das politische Potenzial des Verschwindes oder die Subversion des Entschuldigens. Bastian Sistig interessiert sich für handlungsbasierte Motive, oft für immersive szenische Installationen, Performances, für die sinnliche Kraft des Unspektakulären, für Hörspiele, Interventionen und Landscapeplays, für Stückentwicklungen, die den Text nicht ins Zentrum des Geschehens stellen, sondern zu einem musikalisch gleichberechtigen Akteur in einem kompositorischen Ganzen machen. Dabei versucht er meist mit künstlerischen Strategien der Lücke und Ästhetiken des Flüchtigen zu arbeiten. Inhaltliche Schwerpunkte bilden Erinnerungs- und Wahrheitspoltiken, Krankheit und Kontrollverlust im Postkapitalismus und Ökonomien des Sozialen. Er ist Mitglied des Crossmedia Kollektives PARA und Künstlerischer Leiter des Produktionslabels &sistig GbR.